Molekulare Immunologie

 / Forschung

Molekulare Immunologie

Zytotoxische T- und NK-Zellen eliminieren infizierte oder transformierte Zellen durch gezielte Freisetzung von Effektormolekülen.
Wir untersuchen die molekulare Regulation dieser Prozesse mit dem Ziel, durch deren gezielte Modulation die Behandlung von Tumoren, von Infektionen, aber auch von Immunpathologien zu optimieren.

Gruppenleitung:

Ottmar 
Janßen

Prof. Dr. rer. biol. hum.

Gruppenmitglieder:

Lisa 
Griesel
Gerrit 
Hugendieck
Marcus 
Lettau

PD Dr. rer. nat.
Nourhan 
Nasr

B.Sc.
Lara 
Plöger
Indra 
Sutantio

Uns interessieren Signalwege, die die Aktivierung, Effektor-Funktion und den Zelltod von natürlichen Killerzellen und T-Lymphozyten regulieren. Beide Zelltypen sind als Effektorzellen des angeborenen oder erworbenen Immunsystems für die immunologisch „unauffällige“ Beseitigung von infizierten oder entarteten Zellen zuständig. Die Aktivierung der Effektorzellen erfordert Zelltyp-spezifische Signale, das Arsenal der benutzen Effektorproteine ist jedoch sehr ähnlich. Wir konnten zeigen, dass T- und NK-Zellen ihre vorbereitete Munition in verschiedenen Speicherorganellen lagern und diese je nach Bedarf mobilisieren. Wir untersuchen aktuell, wie die Freisetzung einzelner Effektor-Proteine zielgerichtet induziert und moduliert werden kann. Darüber hinaus setzen T- und NK-Zellen (wie die meisten Zellen im Körper) extrazelluläre Vesikel frei, die quasi als Fingerabdruck der Ursprungszelle angesehen werden können. Wir gehen davon aus, dass diese extrazellulären Vesikel zum Teil aus den genannten intrazellulären Effektor-Vesikeln hervorgehen und zur Verstärkung der Immunantwort ins lokale Mikromilieu freigesetzt werden, wo sie die Kommunikation zwischen Zellen auch auf größere Distanz ermöglichen. Zur Untersuchung der verschiedenen Aspekte wenden wir zell- und molekularbiologische wie auch biochemische Methoden an, von der Zellkultur und Durchflusszytometrie über ELISA, Western Blots und Imaging-Zytometrie bis hin zu komplexen Proteom-Analysen.

  • Lysosomen-verwandte intra- und extrazelluläre Effektorvesikel in human T and NK Zellen.
  • Phänotypische und funktionelle Charakterisierung von γδ T-Zellen im Rahmen der Blinatumomab-Therapie von akuten lymphoblastischen Leukämien der B-Zell-Reihe

Lettau M, Qian J, Linkermann A, Latreille M, Larose L, Kabelitz D, et al. The adaptor protein Nck interacts with Fas ligand: Guiding the death factor to the cytotoxic immunological synapse. Proc Natl Acad Sci U S A (2006) 103(15):5911–6. doi:10.1073/pnas.0508562103

Lettau M, Kabelitz D, Janssen O. Lysosome-Related Effector Vesicles in T Lymphocytes and NK Cells. Scand J Immunol (2015) 82(3):235–43. doi:10.1111/sji.12337

Lettau M, Armbrust F, Dohmen K, Drews L, Poch T, Dietz M, et al. Mechanistic peculiarities of activation-induced mobilization of cytotoxic effector proteins in human T cells. Int Immunol (2018) 30(5):215–28. doi:10.1093/intimm/dxy007

Lettau M, Dietz M, Dohmen K, Leippe M, Kabelitz D, Janssen O. Granulysin species segregate to different lysosome-related effector vesicles (LREV) and get mobilized by either classical or non-classical degranulation. Mol Immunol (2019) 107:44–53. doi:10.1016/j.molimm.2018.12.031

Lettau M, Dietz M, Vollmers S, Armbrust F, Peters C, Dang TM, et al. Degranulation of human cytotoxic lymphocytes is a major source of proteolytically active soluble CD26/DPP4. Cell Mol Life Sci (2020) 77(4):751–64. doi:10.1007/s00018-019-03207-0.

Prof. Dr. rer. biol. hum. Ottmar Janßen

PD Dr. rer. nat. Marcus Lettau

  • DFG Ja 610/7-3 Lysosome-related intra- and extracellular effector vesicles from human T and NK cells.
  • DJCLS 22R/2019 Phänotypische und funktionelle Charakterisierung von γδ T-Zellen im Rahmen der Blinatumomab-Therapie von akuten lymphoblastischen Leukämien der B-Zell-Reihe
  • Prof. Dr. Dirk Bauerschlag
  • Prof. Dr. Monika Brüggemann, Kiel
  • Dr. Guranda Chitadze, Kiel
  • Dr. Nina Hedemann, Kiel
  • Prof. Dr. Andreas Tholey, Kiel
  • PD Dr. Guido Wabnitz, Heidelberg
  • Prof. Carsten Watzl, Dortmund